
14.06.2010 FAZ



Eon steigt bei Adria-Pipeline ein

20.05.2010
Der größte deutsche Energieversorger Eon beteiligt sich an einem neuen, milliardenschweren Gasprojekt. Nach der Nordsee-Pipeline steigt der Konzern mit 15 Prozent beim südeuropäischen Projekt TAP ein, der Erdgas vom Kaspischen Meer und dem Nahen Osten nach Europa transportieren soll.
Vertreter von Eon Ruhrgas, der Schweizer Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) und der norwegischen Statoil haben gemeinsam ihren Einstieg beim "Trans Adriatic Pipeline Projekt", kurz TAP, unter Dach und Fach gebracht. Eon beteiligt sich an dem Projekt mit einem Anteil von 15 Prozent, EGL und Statoil mit jeweils 42,5 Prozent. TAP bleibe offen für weitere strategische Partner.
Das Pipeline-Projekt soll im Rahmen des sogenannten "südlichen Korridors" Gas vom Kaspischen Meer und dem Nahen Osten über Griechenland, Albanien und die Adria nach Italien bringen. Die EU fördert das Projekt nach Angaben des Konsortiums mit einem Betrag "im einstelligen Millionenbereich". Die Eon Ruhrgas AG hält bereits einen Anteil von 20 Prozent an der Ostsee-Pipeline Nord Stream.
Mit der Beteiligung an dem Projekt werde Eon künftig einen wichtigen Beitrag zur sicheren Energieversorgung Europas, "besonders im südlichen und südöstlichen Europa", leisten, sagte Eon-Ruhrgas- Vorstandsmitglied Jochen Weise.
Keine Konkurrenz zu Nabucco
Zum Pipeline-Projekt Nabucco sehe er angesichts wachsender Erdgasnachfrage in Europa keine Konkurrenz, betonte Weise. "Wir verdienen auch die politische Unterstützung der Europäischen Kommission." An der geplanten Pipeline Nabucco, die ebenfalls Gas aus der kaspischen Region liefern soll, beteiligt sich unter anderen der Energiekonzern RWE. Von der EU fließen 200 Millionen Euro für Nabucco.
Statoil-Vizepräsident Rune Bjørnson begrüßte die Beteiligung des deutschen Energiekonzerns. "Dieser Schritt wird das TAP-Projekt weiter stärken im Wettbewerb um den Transport von Gas vom Kaspischen Meer nach Europa." TAP-Direktor Kjetil Tungland nannte die Pipeline "den direkten und kosteneffizientesten Zugang zu den Gasreserven in der Kaspischen Region und im Mittleren Osten".
Die 520 Kilometer lange Pipeline soll Erdgas in die süditalienische Region Puglia und weiter nach Westeuropa führen. Die Transportkapazität ist nach Industrieangaben für 10 bis 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr ausgelegt. Das Projekt sehe einen Erdgasspeicher in Albanien vor, um die Liefersicherheit auch bei Engpässen zu gewährleisten.
Quelle: www.n-tv.de

Crans Montana Forum in Tirana - Albania

06.05.2010
http://www.cmf.ch/events/tirana2010/main.php

Hochwasser im Norden von Albanien

19.01.2010
Das Wasser in den Überschwemmungsgebieten rund um Shkodra sinkt langsam. Während der Alltag allmählich wieder beginnt, sind die Schäden noch nicht wirklich erkennbar.
Fast zwei Wochen lang steht das Hochwasser schon rund um Shkodra. Am Höhepunkt dehnte sich das überflutete Gebiet von der Küste bei Velipoja bis zu den Hügeln am Fuss der albanischen Alpen jenseits des Sees aus. Mehrere Tausend Personen aus den Dörfern entlang der Buna mussten evakuiert werden, Tausende von Häusern und mehr als 100 Quadratkilometer Agrarland waren überflutet. Selbst in den Strassen Shkodras stand das Wasser zum Teil knietief, was zur Folge hatte, dass Wasserversorgung und Kanalisation zusammenbrachen. Sämtliche Strassen von Shkodra nach Süden und Westen waren zwischenzeitlich unterbrochen. Selbst die grossen Brücken standen zeitweise unter Wasser.
Aus ganze Europa ist Hilfe für die notleidende Bevölkerung eingetroffen. Wie gross der Schaden aber sein wird, ist noch nicht absehbar, solange das Wasser noch nicht komplett abgeflossen ist. Während in Shkodra die Schulen den Unterricht wieder aufnehmen, kehren die ersten Evakuierten wieder in ihre Dörfer zurück. Sie fürchten sich gemäss Aussagen in den albanischen Medien vor der Zerstörung, die sie zu Hause antreffen werden. Das über viele Jahre ersparte Häuschen, das Futter für die Tiere, die Felder, kleine Geschäfte – noch ist nicht klar, was noch zu gebrauchen ist. Noch immer nicht verstummt ist die Kritik am Verhalten der Behörden. Diese beginnt mit Vorwürfen, dass die Stauseen viel zu voll waren, und gipfelt in der schlecht organisierten Evakuierung und Nothilfe. Edi Rama, Führer der albanischen Opposition, bezeichnete die Überschwemmung als »Gërdec des Wassers« in Anspielung an die Explosionskatastrophe vom März 2008 und die korrupte Rolle einiger Beamten, die diese Ereignisse zu verantworten hätten. (div)
Quelle: newslist Albanien - newsletter Albanien - Schweizerische Informations- und Koordinationsstelle für Albanien - Zürich

Freihandelsabkommen

18.12.2009
Die Europäische Freihandels-Assoziation (EFTA) – Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz – sowie Albanien haben heute ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Das Abkommen wird die bestehenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Seiten verstärken. Das Freihandelsabkommen liberalisiert in erster Linie den Warenverkehr zwischen beiden Seiten. Sowohl die EFTA als auch Albanien verpflichten sich, sämtliche Zölle auf Industriegüter, inklusive Fisch und andere Meeresprodukte, bei Inkrafttreten des Abkommens aufzuheben. Bilaterale Landwirtschaftsabkommen zwischen den einzelnen EFTA-Staaten und Albanien sind ebenfalls Teil des Vertragswerks, durch das eine Freihandelszone zwischen den Partnern geschaffen wird. Bestimmungen über den Schutz geistigen Eigentums, Dienstleistungen, Investitionen und das öffentliche Beschaffungswesen ergänzen das Abkommen Der Botschafter der Republik Albanien bei den Vereinten Nationen und den anderen internationalen Organisationen in Genf, Sejdi Qerimaj, unterzeichnete für Albanien. Die EFTA-Staaten waren durch die liechtensteinische Aussenministerin, den isländischen Wirtschaftsminister, den norwegischen Minister für Handel und Industrie sowie Bundesrätin Doris Leuthard vertreten. Der Warenhandel zwischen den EFTA-Staaten und Albanien erreichte 2008 einen Gesamtwert von US$ 42 Millionen. Die Exporte aus den EFTA-Staaten beliefen sich auf US$ 38 Millionen und bestanden vorwiegend aus pharmazeutischen Produkten, Maschinen und Tabak. Umgekehrt importierten die EFTA-Staaten hauptsächlich Maschinen, mechanische Hilfsmittel, Körner und Saatgut sowie gewobene Textilien aus Albanien mit einem Gesamtwert von 4 Millionen US Dollar. (PD)
*** newslist Albanien - newsletter Albanien - Schweizerische Informations- und Koordinationsstelle für Albanien - Zürich - www.albanien.ch *** 

Ölfirma Manas bringt Albanien-Projekt an Börse

25.11.2009
Dem Erdölprojekt in Albanien fliessen durch die Transaktion zunächst 30 Millionen kanadische Dollar zu. Das war notwendig: Manas Petroleum ist zwar in Besitz von 16 Bohrlizenzen in fünf Ländern mit dem Potenzial von mehreren Milliarden Fass Erdöl und 2800 Milliarden Kubikfuss Erdgas.
Aber das Geld ist beim Schweizer Unternehmen nach herben Verlusten durch den Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers knapp geworden. Für weitere Lizenzzahlungen und Explorationsprojekte fehlten die Mittel.
Nun verkauft Manas ihre Lizenzen in Albanien. Das heisst, das Projekt wird in die in Toronto gelistete WWI Resources gebracht. Kontrolliert wird diese durch den Investor Endeavour Financial, der bereits mehrere ähnliche Projekte finanziert hat.
Bei Erfolg steigt die Beteiligung auf bis zu 50 Prozent
Manas trennt sich damit zwar von seinem vielversprechendsten Projekt: Unabhängige Geologen haben in vier Blöcken ein Potenzial von 3 Milliarden Fass Öl ausgemacht. Weitere 900 Millionen Fass sollen in den zwei übrigen Blöcken liegen.
Die Schweizer bleiben aber beteiligt. «Die Vereinbarung sieht vor, dass Manas Anteilseigner im Umfang von rund 30 Prozent bleibt,» sagt CEO Erik Herlyn zu cash. «Im Erfolgsfall steigt der Anteil auf bis zu 50 Prozent.»
Manas Petroleum stellt auch das Management der neuen Gesellschaft und drei von sechs Verwaltungsräten. Im Laufe des kommenden Jahres sollen die ersten Bohrtürme aufgefahren werden.
Laut Herlyn ist der Verkauf des Albanien-Projekts strategiekonform: Manas ist darauf spezialisiert, sich Bohrrechte in potenziellen Fördergebieten zu beschaffen, um dann in einem so genannten Farming out rund 75 Prozent des Projekts an grosse Partner abzugeben, um Risiko und finanziellen Aufwand auf starke Schultern zu verteilen.
In Kirgisien sowie in Tadschikistan arbeitet Manas bereits mit dem australischen Santos-Konzern zusammen, in Chile mit Geopark und Pluspetrol.
Informationen bereits durchgesickert - WWI-Handel gestoppt
Das unternehmerische Risiko bei Manas und der neuen Gesellschaft bleibt aber gross: Nur knapp ein Drittel aller Explorationsbohrungen zeitigen auch wirklich Erfolg. Auch für Anleger ist die Aktie von Manas Petroleum eine Hoch-Risiko-Anlage: Auf dem Höhepunkt des Erdölbooms war die Aktie 6,35 Dollar wert. Anfang dieses Jahres wurden noch knapp 10 Cents bezahlt.
In den letzten Tagen ist der Kurs von 50 auf 62 Cents gestiegen. Der Handel mit WWI-Aktien wurde dagegen bereits vergangene Woche ausgesetzt, nachdem erste Informationen zum Deal durchgesickert waren und die Aktie in die Höhe geschossen war.
Die Transaktion könnte für risikofähige Investoren interessant sein: Bislang wird ein Barrel Öl der Manas-Ressourcen von der Börse mit rund 2 Cent bewertet. An der Toronto Stock Exchange Venture, wo eine Vielzahl von Rohstoff- und Explorationsfirmen gelistet sind - wird das Barrel Öl schon mal mit 10 bis 20 Cent bewertet. Auch wenn es noch Untergrund schlummert.
Endeavour Financial hat in Albanien eine weitere Explorationsfinanzierung übernommen - in direkter Nachbarschaft der Manas-Blöcke. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft namens Bankers Petroleum ist seitdem von rund 200 Millionen auf über 1 Milliarde Dollar gestiegen.
© 1998-2009 / Ringier AG, cash. 


Flugverbindung Zürich - Tirana

Nach langen Jahren wird die Flugverbindung Zürich-Tirana endlich wieder regelmässig bedient: Die albanische »Belle Air« fliegt ab 24. Juni 2009 vier Mal wöchentlich von Zürich nach Tirana.
Die Flüge werden jeweils montags, mittwochs, freitags und sonntags durchgeführt. Die Flieger verlassen Tirana um 8.20 Uhr und erreichen
Zürich zwei Stunden später. Abflug in Zürich ist um 11.15 Uhr, Ankunft in Tirana um 13.15 Uhr. Flugtarife und weitere Informationen sind auf
der Homepage www.belleair.it abrufbar, wo auch schon gebucht werden kann.
»Belle Air« – nicht zu verwechseln mit der Schweizer Charter-Gesellschaft Belair – ist die erste albanische Low-Cost Fluggesellschaft. Sie wurde im Mai 2005 in Tirana gegründet, verbindet Tirana und Prishtina und bedient von diesen Städten aus vor allem Ziele in Italien. 
|