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Albanien - die Perle Europas



Einleitung

 

Albanien ist in Westeuropa sehr wenig bekannt. Stattdessen grassieren zum Teil wildeste Vorstellungen und Vorurteile über Land und Leute der Republik Albanien.

Nachstehend einige sachliche Informationen über dieses schöne und hochinteressante Land und einige Argumente, warum westeuropäische Unternehmen und Investoren mit Albanien Wirtschaftsbeziehungen aufnehmen sollten.

 

Lage

 

Die Republik Albanien liegt an der Adria und am Ionischen Meer zwischen Montenegro und Griechenland. Gegenüber, auf italienischer Seite, breitet sich die Provinz Apulien aus. Im Osten grenzt Albanien an Kosova und Mazedonien. Die Fläche des Landes beträgt 70%, die Bevölkerung knapp 50% jener der Schweiz. Seine Küstenlinie umfasst 362 Kilometer mit vielen Sand- und Kiesstränden. Bekannte Ferienorte sind Velipojë, Shëngijn, Durrës und Vlorë an der Adria sowie Dhërmi, Himarë und Sarandë am Ionischen Meer. An der Küste befinden sich viele, zum Teil sehr ausgedehnte Lagunen und Feuchtgebiete.

 

Klima

 

In Albanien herrscht ein Mittelmeerklima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von

16° C. (Schweiz 7-9° C; Italien 11-19° C). Sonnentage gibt es im Norden ungefähr 280, im Süden bei Saranda etwa 300.





Durchschnittstemperaturen Zürich - Tirana
Niederschlagsmengen Zürich - Tirana


 

Geschichte

 

Ende des 14. Jahrhunderts geriet Albanien unter osmanische Herrschaft, die bis 1913 dauerte, als die Grossmächte die Unabhängigkeit anerkannten, wenn auch bezogen auf ein kleineres Staatsgebiet. Kosova gehört seither nicht mehr zu Albanien. Die Schweiz hat als eines der ersten Länder den Staat Albanien anerkannt. Nach der Besetzung durch die italienische Armee im Jahre 1939 geht der spätere Diktator Enver Hoxha in den Untergrund und baut dort die "nationale Befreiungsfront" auf. Nach dem Krieg errichtet Hoxha das wohl totalitärste kommunistische System. Er verbietet alle Religionen, errichtet den ersten und einzigen atheistischen Staat und lässt Bethäuser umnutzen oder zerstören. Albanien ist einer der religiös tolerantesten Staaten überhaupt. Mohammedaner, Katholiken und Orthodoxe leben friedlich zusammen.

Im März 1991 finden die ersten freien Wahlen statt, die noch von den Kommunisten gewonnen werden. Bereits im März 1992 sind dann die Demokraten unter dem Arzt Sali Berisha die Wahlsieger. 1997 steht Albanien wegen des sogenannten Pyramiden-Systems, das allen Teilnehmern grosse Gewinne versprach, schliesslich aber zusammenstürzte wieder nahe vor einem Bürgerkrieg. Bei vorgezogenen Neuwahlen gewinnen die Sozialisten, aber bereits 2005 kommt erneut Sali Berisha an die Macht.

 

Wirtschaft

 

Albanien war als Folge der extremen Abschottung nach aussen zu Beginn der wirtschaftlichen Transformation im Jahre 1990 das Land mit dem niedrigsten Entwicklungsstand von ganz Osteuropa. Trotz mehrerer Jahre starken Wachstums (Zunahme BIP im Schnitt 2000 bis 2008 jährlich 6 %) ist Albanien noch immer eine der ärmsten Volkswirtschaften ganz Europas. Dank des eingeleiteten Reformprozesses ist Albanien heute handelspolitisch eine sehr offene Wirtschaft. Der Markt ist mit rund 3.15 Mio (2007 Quelle: BfA) Einwohnern nicht gross, bietet aber mit steigenden Realeinkommen und einem hohen Nachhol- und Modernisierungsbedarf gute Absatzchancen. Albanien wurde am 1. April 2009 zusammen mit Kroatien in die NATO aufgenommen. Mit der EU besteht ein Assoziierungsabkommen; das Beitrittsgesuch ist eingereicht, der Beitritt zur Union dürfte bis spätestens 2020 vollzogen sein.

Diese Stabilisierungsfakten werden der Wirtschaft zunehmende Dynamik verleihen.

Albanien ist für Unternehmer und Investoren ein äusserst interessantes Land. Es hat viele eigene Ressourcen, die nicht oder ungenügend erschlossen sind oder die nach der Wende vernachlässigt worden sind. Zusammen mit Mazedonien, Montenegro und Kosova ergibt sich ein Markt von an die 9 Mio. Einwohnern. Die Verkehrslage ist günstig und wird dank neuer Strassenbauten immer besser. Die Lohn- und Lebenskosten sind sehr niedrig; das BIP pro Einwohner beträgt etwa ein Zwanzigstel jenes der Schweiz. Die Inflationsrate liegt im Schnitt der letzten vier Jahre bei 3.4 %, letztes Jahr 3.4 %. Das Land hat noch grosse Infrastrukturaufgaben zu lösen: Energie- und Wasserversorgung, Abwasser, Abfallentsorgung, öffentlicher Verkehr usw.

 

Leben in Albanien

 

In Albanien wohnhafte Schweizer und Schweizerinnen finden das Leben in Albanien - mit der Einschränkung auf Städte - durchaus angenehm. Erstbesucher sind durchwegs im besten Sinne positiv überrascht. Gaststätten sind generell mindestens so sauber wie in Italien und Frankreich. Die Küche gleicht der italienischen, das Essen ist sehr gut. Fisch, Gemüse und Salate sind immer frisch und natürlich. In den Städten ist alles erhältlich, was der Westeuropäer sich gewohnt ist. Wer über ein Auto verfügt, kann sich überallhin begeben, der öffentliche Verkehr ist jedoch unterentwickelt. In weniger als einer halben Autostunde ist man vom International Airport Rinas bei Tirana am Badestrand an der Adriaküste. Hotels der Mittelklasse sind sehr preisgünstig. Ganz allgemein ist das Leben für Leute mit westeuropäischem Einkommen sehr günstig. Die persönliche Sicherheit ist mindestens gleich hoch wie in europäischen Städten.

 

Die Fakten sprechen für sich

 

 

  • Albanien ist ein ausgesprochener Wachstumsmarkt mit gut drei Millionen Konsumenten. Wer in Albanien investiert, kann selbst ohne viel Eigenes Dazutun vom Wachstum der albanischen Wirtschaft profitieren.
  • In Albanien werden sehr wenige Konsumgüter hergestellt, denn fast alles wird importiert. Selbst der Grossteil der Lebensmittel wird eingeführt. Das Land könnte ein ausgezeichneter Beschaffungsmarkt für sehr viele Güter unseres täglichen Bedarfs. Viele Produkte, in Albanien hergestellt, könnten sowohl in Albanien selbst abgesetzt, aber auch in die Schweiz und das übrige Westeuropa exportiert werden.
  • Albanien verfügt über grosse Reserven an Bodenschätzen, wie z. B. Chromerz, Kupfer, Nickel, Erdöl, Bitumen, aber auch vielerlei Natursteine, Kalk und Torf etc. Diese Bodenschätze wurden unter kommunistischer Herrschaft rege abgebaut. Nach dem Fall des Regimes wurden die Gewinnungsanlagen zerstört oder demontiert und verkauft.
  • Albanien birgt ein grosses Potential landwirtschaftlicher Nutzflächen mit einem Netz von Bewässerungskanälen für Obst-und Gemüseanbau wie auch Viehwirtschaft. (Ich habe intakte beheizbare Glas-Gewächshäuser gesehen; die grössten zwei mit einer Grundfläche von je 3 Hektaren).
  • Das Potential an Wasserkraft zur Gewinnung elektrischer Energie ist kaum zur Hälfte ausgeschöpft
  • Albanien hat einen riesigen Bedarf an Ersatz und Aufbau von Infrastruktur, zum Beispiel Strassen, Öffentlicher Verkehr, Wasserversorgung, Energiegewinnung und -Verteilung, Abwasser- und Abfallentsorgung um nur einige zu nennen
  • Albanien ist ein ausgesprochenes Tieflohnland. Der Durchschnittslohn beträgt 35'800 Lek (CHF 420.-) im Monat. (Schweiz 5674.-) In der Praxis erhält ein Arbeitnehmer, zum Beispiel ein Kellner, jedoch lediglich etwa
  • € 150.- monatlich. (CHF 225.-) Der Mindestlohn im staatlichen Sektor ist brutto 16'100 Lek (CHF 190.-)
  • Die Albanische Bevölkerungsstruktur weist einen sehr hohen Anteil an jungen Menschen auf
  • Albanien ist verkehrsmässig viel besser gelegen als zum Beispiel Rumänien, Bulgarien, Indien und China, den derzeit von Westeuropa noch bevorzugten neuen Märkten. Nun, da wieder Direktflüge zur Verfügung stehen („Belle Air“ - www.belleair.it), ist die Hauptstadt Tirana -das Wirtschaftszentrum- ab Zürich in zwei Flugstunden erreichbar. Des weiteren beabsichtigt die „Albanian Airways“ Tirana von Zürich aus anzufliegen mit Zwischenhalt in Pristina.
  • Albanien gehört zum europäischen Kernland. Es ist Mitglied der NATO, hat mit der EU ein Assoziierungs- und mit der Schweiz ein Investitionsschutz-abkommen. Es wird nach allgemeiner Einschätzung innerhalb der nächsten 10 Jahre EU-Mitglied sein: Das Beitrittsgesuch wurde am 28. April bei der EU-Präsidentschaft eingereicht.
  • Albanien ist -entgegen der landläufigen Meinung- ein sehr sicheres Land. In Tirana ist die persönliche Sicherheit höher als in manchen Schweizer Städten
  • Albanien ist ein sehr schönes Land mit 360 km weitgehend freier Meeresküste, das Klima ist in Küstennähe mediterran; die albanische Speisekarte ist sehr gut und gesund: Es lässt sich hervorragend leben in diesem gesegneten Land. Die Preise für Grundstücke und Immobilien –auch direkt am Meer- sind zwar dauernd im Steigen begriffen, aber noch durchaus günstig
  • Die Wirtschaft Albaniens ist total auf Italien ausgerichtet. Italien steht mit 26.5 % zuoberst auf der Liste der Lieferländer. Und sagenhafte 61.8 % der albanischen Exporte gehen in dieses Land. An zweiter Stelle steht Griechenland mit 14.6 % der albanischen Importe und 8.8 % der Exporte. Die Schweiz kommt bei den Lieferländern mit 3.0 % nach Serbien-Montenegro und vor Mazedonien mit 2.2 %; als Abnehmerland ist Russland mit 1.1 % das Schlusslicht, die Schweiz ist nicht aufgeführt, bzw. figuriert unter „Sonstige“. (alle Zahlen für 2008; Quelle: GTAI Germany). Die einseitige Ausrichtung auf Italien wäre, für sich allein betrachtet, noch keine alarmierende Tatsache, würde nicht die italienische Mafia die Fäden ziehen. Diese Mafia beutet das Land, seine Ressourcen, seine Arbeitskräfte aus und sabotiert damit dessen Entwicklung. In Albanien hergestellte Erzeugnisse werden noch in Albanien mit italienischen Etiketten versehen und in Westeuropa unter dem Namen von Nobelmarken verkauft. Schuhe werden in drei verschiedenen Fabriken mit aus Italien angeliefertem Material hergestellt: Die erste macht Oberteile, die zweite Sohlen und die dritte stellt das Schuhwerk fertig. Im Buch „Gomorrha“ von Roberto Saviano -inzwischen vefilmt- über die süditalienischen Mafia-Clans wird diese Feststellung beweiskräftig untermauert.
  • Schliesslich gälte es, dem wachsenden Engagement arabischer Investoren nicht untätig zuzusehen. Aktiv sind unter anderen "Islamic Devlopement Bank", "Saudi Fund for Devloppement", "Islamic Corporation fort he Devlopement of the Private". Sie finanzieren Moscheen, soziale Einrichtungen und so weiter und investieren in Infrastrukturvorhaben. In Tirana ist der Sitz der „Arab-Albanian Chamber of Commerce & Industry“. Deren Vice-Chairman ist unter anderem auch Eigentümer der "Albanian Airlines". - Albanien gehört geografisch, strategisch und kulturell zu Europa und muss vor zu starkem arabisch-islamischem Einfluss bewahrt werden. Die westliche -auch die Schweizerische- Politik und Wirtschaft, sollten ihre Verantwortung wahrnehmen.
  • Es ist nicht leicht zu verstehen, dass Schweizer Unternehmen sich fast ausschliesslich auf Indien und China konzentrieren. Mit dem Argument, dass dort die Märkte grösser sind. Marktgrösse kann allein nicht entscheidend sein. Wie sieht es aus mit den fast unüberbrückbaren kulturellen Unterschieden und mentalen Differenzen? Wie stehen wir zur Christenverfolgung in Indien, zur Menschenrechtslage in China? Wie rechtfertigen wir die ökologischen Kosten aufgrund der riesigen Entfernungen? Sind die Motive, die dem lemminghaften Drang zur Expansion nach Asien zugrunde lagen nicht dieselben, die zur jetzigen Weltwirtschaftskrise führten?

 

Albanien muss auf dem Weg zu einer von westlichen Werten geprägten Zukunft jetzt und heute unterstützt werden. Die kulturellen Unterschiede zu Albanien sind wohl kaum grösser als wie zu Rumänien und Bulgarien. Dass die albanische Bevölkerung traditionell sehr tolerant ist gegenüber allen Religionen und dass die Schweiz ein sehr hohes Ansehen geniesst, wird eine Zusammenarbeit sehr erleichtern.

Sobald einige bekannte Schweizer Unternehmen mit Albanien wirtschaftliche Beziehungen aufgenommen, die ersten Ferienreisen in die Programme der Reiseveranstalter aufgenommen und einige Schweizerinnen und Schweizer am Adriastrand ein Haus oder ein Appartement erworben haben, wird ein Boom ausbrechen.

Derzeit sind die Möglichkeiten für alle noch fast unbegrenzt. Es gilt, die Chancen zu ergreifen.